Die Jagdstatistik zeigt, wie viel Wild in einem Jagdjahr erlegt wurde. Daneben weist sie das Fallwild aus, also Wild, das im Straßenverkehr, durch Krankheit oder auf andere Weise verendet ist.

Für Vorarlberg wertet das Land die Abschusslisten aller Jagdgebiete jedes Jahr aus. Die Statistik Austria fasst die Zahlen aller Bundesländer zusammen. Die neueste Statistik betrifft das Jagdjahr 2025/26, also die Zeit vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026.

Hier findest du den Abschuss nach Wildart und Bezirk, die Entwicklung seit 2005 und eine Einordnung für Rotwild, Reh, Gams und Steinwild.

Außerdem geht es um Abschussplan, Abschussliste und die Rotwild-Tbc, und darum, was du als angehende Jägerin oder angehender Jäger darüber wissen solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jagdjahr 2025/26 wurden in Vorarlberg 5.462 Rehe, 3.622 Stück Rotwild, 2.216 Füchse, 1.276 Gämsen und 120 Stück Steinwild erlegt.
  • Insgesamt kamen 14.677 Stück Wild zur Strecke, davon 10.480 Stück Schalenwild. Wildschweine wurden keine erlegt.
  • Der Rotwildabschuss ist der höchste seit Beginn der Zeitreihe 1995. Ein wichtiger Grund ist die Bekämpfung der Tuberkulose beim Rotwild.
  • Rot-, Reh-, Gams- und Steinwild dürfen in Vorarlberg nur im Rahmen eines Abschussplans erlegt werden.
  • Rund 15 Prozent des österreichischen Steinwildabschusses und rund 6 Prozent des Rotwildabschusses stammen aus Vorarlberg.

Die Jagdstatistik 2025/26 auf einen Blick

Das Reh führt die Vorarlberger Jagdstatistik an, dicht gefolgt vom Rotwild. Dahinter kommen Fuchs und Gams.

Abschuss 2025/26 nach Wildart

  • Rehwild5.462
  • Rotwild3.622
  • Fuchs2.216
  • Gamswild1.276
  • Dachs566
  • Murmeltier410
  • Wildtauben330
  • Wildenten316
Die acht Wildarten mit dem größten Abschuss in Vorarlberg im Jagdjahr 2025/26, in Stück und ohne Fallwild.1

Die Tabelle zeigt alle Wildarten aus der Jagdstatistik 2025/26. Anders als in manchen deutschen Streckenlisten ist das Fallwild hier nicht eingerechnet, es wird getrennt ausgewiesen.12

WildartAbschuss 2025/26Aufteilung
Rehwild5.4621.734 Böcke, 2.055 Geißen, 1.673 Kitze
Rotwild3.622977 Hirsche, 1.453 Tiere, 1.192 Kälber
Fuchs2.216
Gamswild1.276654 Böcke, 486 Geißen, 136 Kitze
Dachs566
Murmeltier410
Wildtauben330
Wildenten316
Steinwild12062 Böcke, 56 Geißen, 2 Kitze
Marder98
Birkwild91
Hase88
Wiesel30
Wildgänse24
Fasan15
Blässhuhn12
Waschbär1
Schwarzwild0

Zusammen ergibt das 14.677 Stück Wild: 13.889 Stück Haarwild und 788 Stück Federwild. Auf das Schalenwild entfallen 10.480 Stück, auf das Niederwild 3.409.1

Gejagt wird in Vorarlberg in Eigenjagden ab 115 Hektar und Genossenschaftsjagden ab 300 Hektar.3 Im Jagdjahr 2025/26 gab das Land 3.242 Jahresjagdkarten und 534 Jagdgastkarten aus.1 In ganz Österreich waren es 139.600 Jahresjagdkarten.2

Abschuss nach Bezirk

Das Rotwild wird vor allem im Süden des Landes erlegt. Der Bezirk Bludenz mit Montafon, Klostertal und Brandnertal stellt fast 59 Prozent des Rotwildabschusses.1

Rotwildabschuss 2025/26 nach Bezirk

  • Bludenz 2.134
  • Bregenz 1.148
  • Feldkirch 319
  • Dornbirn 21
Anteil der Bezirke am Rotwildabschuss von 3.622 Stück im Jagdjahr 2025/26.1

Beim Reh ist es umgekehrt. Hier liegt der Bezirk Bregenz mit 2.904 Stück weit vorn, vor Bludenz (1.300), Feldkirch (735) und Dornbirn (523).1

Wie die Jagdstatistik entsteht

Grundlage der Statistik ist die Abschussliste. Jeder Jagdnutzungsberechtigte führt sie für sein Jagdgebiet und trägt dort erlegtes Wild, Fallwild und sonstige Wildverluste ein.4

Das Jagdjahr

Das Jagdjahr beginnt in Vorarlberg am 1. April und endet am 31. März des folgenden Jahres.4 Darum heißt die aktuelle Statistik „2025/26“ und nicht „2025“.

Vom Jagdjahr zur Jagdstatistik: das Beispiel 2025/26

  1. Das Jagdjahr 2025/26 beginnt.
  2. Das Jagdjahr endet.
  3. Die Abschusslisten gehen an die Bezirkshauptmannschaft.
  4. Die Statistik Austria veröffentlicht die Jagdstatistik 2025/26 für ganz Österreich.
  5. Die Zahlen für 2026/27 werden erwartet.
Zeitachse von Jagdjahr, Meldefrist und Veröffentlichung. Fristen laut Vorarlberger Jagdgesetz, Datum der Veröffentlichung laut Statistik Austria.42

Erlegtes Wild und Fallwild

Fallwild wird in der Abschussliste in anderer Farbe eingetragen. Ist das Tier im Straßenverkehr umgekommen, kommt der Vermerk „Straße“ dazu.5

In der Statistik wird das Fallwild getrennt vom Abschuss ausgewiesen. 2025/26 waren es in Vorarlberg zum Beispiel 176 Rehe, 45 Gämsen, 20 Stück Rotwild und 7 Stück Steinwild.1 Mehr dazu liest du in unserem Artikel Wildunfälle Vorarlberg Statistiken.

Wer meldet und wer veröffentlicht

Jeder Abschuss, der im Abschussplan geregelt ist, muss binnen einer Woche schriftlich gemeldet werden. Bestimmtes Schalenwild ist außerdem einem Kontrollorgan vorzuzeigen.4

Die vollständige Abschussliste geht bis 10. April an die Behörde. Das Land veröffentlicht daraus die Jagdstatistik mit Zeitreihen seit 1995, die Statistik Austria nimmt die Zahlen in die Österreich-Statistik auf.412

Entwicklung nach Wildart

Für den Rückblick nutzen wir die Zeitreihen des Landes Vorarlberg. Alle Werte zeigen den Abschuss ohne Fallwild.

Rotwild

Abschuss 2025/26
3.622davon 977 Hirsche
Rekord
3.622höchster Wert seit 1995
Trend
+94 %gegenüber 1995/96
Rotwild in Vorarlberg auf einen Blick, ohne Fallwild.1

Mit 3.622 Stück wurde 2025/26 so viel Rotwild erlegt wie nie zuvor seit Beginn der Zeitreihe. Der bisherige Höchstwert lag 2013/14 bei 3.451 Stück.

1995/96 waren es erst 1.866 Stück Rotwild. Der Abschuss hat sich seither also fast verdoppelt.1

Rotwildabschuss in Vorarlberg je Jagdjahr

  1. 2.83415/16
  2. 3.18616/17
  3. 3.02417/18
  4. 2.86818/19
  5. 2.99219/20
  6. 2.81420/21
  7. 2.80621/22
  8. 3.10922/23
  9. 3.13123/24
  10. 3.33524/25
  11. 3.62225/26

Abschuss in StückRekord

Rotwildabschuss in Vorarlberg ohne Fallwild, laut Jagdstatistik des Landes.1

Österreichweit wurden 2025/26 insgesamt 59.484 Stück Rotwild erlegt. Vorarlberg stellt davon rund 6 Prozent.2

Rehwild

Abschuss 2025/26
5.462davon 1.734 Böcke
Höchstwert
5.920Jagdjahr 2010/11
Bezirk Bregenz
2.904mehr als die Hälfte
Rehwild in Vorarlberg auf einen Blick, ohne Fallwild.1

Das Reh ist die häufigste Wildart der Vorarlberger Jagdstatistik. Der Abschuss ist seit 20 Jahren recht stabil und lag seit 2005/06 immer zwischen 4.725 und 5.920 Stück.1

Der Höchstwert stammt aus dem Jagdjahr 2010/11 mit 5.920 Rehen. 2025/26 waren es 5.462.1 Österreichweit wurden 296.917 Rehe erlegt, Vorarlberg stellt also nur knapp 2 Prozent.2

Gamswild

Abschuss 2025/26
1.276654 Böcke, 486 Geißen
Spitze zuletzt
1.331Jagdjahr 2024/25
Anteil
5,8 %des österreichischen Gamsabschusses
Gamswild in Vorarlberg auf einen Blick, ohne Fallwild.12

Der Gamsabschuss ist seit Mitte der 2000er Jahre wieder gestiegen. 2005/06 lag er bei 835 Stück, 2024/25 bei 1.331, dem höchsten Wert seit 1998/99. 2025/26 waren es 1.276 Gämsen.1

Mitte der 1990er Jahre lag der Gamsabschuss sogar noch höher, 1996/97 bei 1.466 Stück.1

Beim Gamswild schwankt das Fallwild stark. Im Jagdjahr 2018/19 verendeten außerhalb des Straßenverkehrs 213 Gämsen, 2025/26 waren es 45.1

Ein Grund für solche Spitzen sind Krankheiten. 2017/18 trat die Gamsblindheit in Teilen Vorarlbergs seuchenartig auf, rund 100 Gämsen wurden als Hegeabschuss erlegt.6 Im Frühjahr 2025 wurden in der Genossenschaftsjagd Bartholomäberg innerhalb kurzer Zeit 16 verendete Gämsen gefunden. Als möglichen Auslöser nennen die Untersuchungen der AGES Pasteurella-Bakterien.7

Diskutiert wird auch der Gamsabschuss in Freihaltungen, also in Schutzwaldflächen mit besonders hohem Abschussdruck.74

Steinwild

Abschuss 2025/26
12062 Böcke, 56 Geißen
Rekord
148Jagdjahr 2024/25
Anteil
15 %des österreichischen Steinwildabschusses
Steinwild in Vorarlberg auf einen Blick, ohne Fallwild.12

Beim Steinwild spielt Vorarlberg in Österreich eine große Rolle. Von den 795 Stück Steinwild, die 2025/26 in Österreich erlegt wurden, kamen 120 aus Vorarlberg, also rund 15 Prozent.12

Der Abschuss ist deutlich gestiegen: 2005/06 waren es 80 Stück, 2024/25 mit 148 Stück so viele wie nie seit 1995. Fast drei Viertel des Steinwilds werden im Bezirk Bludenz erlegt, 2025/26 waren es dort 89 Stück.1

Lassen Schneelage oder Seuchenzüge im April keine Planung zu, erlässt die Behörde den Abschussplan für Stein- und Gamswild erst bis 31. Juli.4

Murmeltier und Niederwild

Murmeltier
4102005/06: 520
Hase
882005/06: 166
Fasan
152005/06: 233
Murmeltier und Niederwild in Vorarlberg 2025/26, ohne Fallwild.1

Das Murmeltier ist in Vorarlberg eine typische Wildart der Hochlagen. 2025/26 wurden 410 Stück erlegt, 330 davon im Bezirk Bludenz. 2005/06 waren es noch 520.1

Klassisches Niederwild spielt im Gebirgsland kaum eine Rolle, und es wird weniger:1

  • Hase: von 166 im Jagdjahr 2005/06 auf 88, rund minus 47 Prozent
  • Fasan: von 233 auf 15, ein Minus von rund 94 Prozent
  • Birkwild: von 134 auf 91

Raubwild

Fuchs
2.2162019/20: 1.224
Dachs
5662005/06: 218
Marder
98Stein- und Baummarder
Raubwild in Vorarlberg 2025/26, ohne Fallwild.1

Der Fuchs ist nach Reh und Rotwild die dritthäufigste Wildart der Statistik. Sein Abschuss schwankt stark: 2005/06 waren es 3.265 Füchse, 2019/20 nur 1.224 und 2025/26 dann 2.216.1

Der Dachsabschuss hat sich seit 2005/06 mehr als verdoppelt, von 218 auf 566 Stück. Waschbär und Marderhund sind in Vorarlberg noch kaum ein Thema, 2025/26 wurde ein einziger Waschbär erlegt.1

Abschussplanung in Vorarlberg

Rot-, Reh-, Gams- und Steinwild dürfen in Vorarlberg nur im Rahmen eines Abschussplans erlegt werden.4 Wie viele Stück das sind, wird nicht für jedes Revier einzeln, sondern in mehreren Ebenen geplant.

Rotwildräume und Wildregionen

Beim Rotwild erfolgt die Planung in Rotwildräumen, Wildregionen und Jagdgebieten, bei den anderen Wildarten in Wildregionen und Jagdgebieten.4

Die Jagdverordnung legt vier Rotwildräume fest:5

  • Leiblachtal, Bregenzerwald und Walsertäler
  • Lech, Klostertal und Silbertal
  • Montafon
  • Brandnertal, Gamperdonatal und Saminatal

Diese Räume sind in Wildregionen unterteilt, etwa die Wildregion Bezau-Schönenbach im Bregenzerwald oder Bartholomäberg-Silbertal im Montafon.5 Die Jagdnutzungsberechtigten einer Wildregion arbeiten in einer Hegegemeinschaft zusammen.4

So läuft die Planung ab

Ein Abschussplan gilt jeweils für eine Planungsperiode von zwei Jagdjahren:4

  1. Besprechung je RotwildraumSpätestens im März lädt die Landesregierung Gemeinden, Grundeigentümer, Jäger, Landwirtschaftskammer, Wildbach- und Lawinenverbauung und die Jägerschaft an einen Tisch.
  2. Mindestabschuss RotwildBis 31. März legt die Landesregierung per Verordnung den jährlichen Mindestabschuss an Rotwild je Rotwildraum fest, getrennt nach Geschlecht und Altersklasse.
  3. Besprechung je WildregionSpätestens im April bespricht die Behörde den Plan mit Jagdverfügungsberechtigten, Jägern, Jagdschutzorganen und Gemeinden.
  4. AbschussplanBis 30. April erlässt die Bezirkshauptmannschaft für jede Wildregion den Abschussplan und teilt ihn auf die Jagdgebiete auf.
  5. ErfüllenDer Mindestabschuss muss bis zum Beginn der Schonzeit erfüllt sein. Sonst kann die Behörde eine Nachfrist setzen.

Was ein Abschussplan festlegen kann

Höchstabschuss
  • So viele Stück dürfen in der Wildregion höchstens erlegt werden
  • Schützt den Bestand vor Übernutzung
Mindestabschuss
  • So viele Stück müssen mindestens erlegt werden
  • Beim Rotwild darf er höchstens 5 Prozent unter der Vorgabe der Landesregierung liegen
  • Gilt er der Seuchenbekämpfung, muss er ausdrücklich so bezeichnet sein
Immer im PlanRotwildRehwildGamswildSteinwild
Höchst- und Mindestabschuss im Abschussplan, nach §§ 37 und 38 des Vorarlberger Jagdgesetzes.4

Schälendes Wild ist laut Gesetz sofort zu erlegen, und Schutzwaldflächen können als Freihaltung ausgewiesen werden.4 Krankes Schalenwild darf unabhängig von Abschussplan und Schonzeit jederzeit erlegt werden, muss aber gemeldet werden.4

Wird der Plan erfüllt?

Die Bezirksgruppen der Vorarlberger Jägerschaft berichten die Erfüllung bei ihren Hegeschauen. Im Bezirk Bludenz wurde der Abschussplan 2024 mit 105 Prozent erfüllt, 1.806 Trophäen wurden gezeigt.7

Im Bezirk Feldkirch lag die Erfüllung zuletzt beim Rehwild bei 106 Prozent, beim Rotwild bei 104 Prozent und beim Gamswild bei 96 Prozent.7

Rotwild-Tbc und der Rekordabschuss

Dass in Vorarlberg so viel Rotwild erlegt wird wie nie, hat einen ernsten Hintergrund. In Teilen des Landes ist das Rotwild mit Tuberkulose infiziert, und die Krankheit kann auf Rinder übergehen.

Die Rotwild-Tbc-Verordnung

Für die Bekämpfung gibt es eine eigene Verordnung. Sie teilt das Bekämpfungsgebiet in Kern-, Rand- und Beobachtungsgebiet.8 Die wichtigsten Regeln in der Fassung von 2022:8

  • Im Kern- und Randgebiet darf Rotwild aller Klassen ganzjährig erlegt werden.
  • Tbc-verdächtiges Rotwild ist ohne Rücksicht auf Schonzeit und Abschussplan zu erlegen.
  • Erlegtes Rotwild aus dem Bekämpfungsgebiet wird in festgelegtem Umfang amtstierärztlich untersucht.
  • Bei hoher Durchseuchung sind Regulierungsgatter möglich, ab 10 Prozent Prävalenz verpflichtend.

Die Verordnung wurde seither mehrfach geändert, zuletzt 2025. Für die aktuelle Fassung lohnt ein Blick ins Rechtsinformationssystem des Bundes.

Wie stark ist das Rotwild betroffen?

Im Jagdjahr 2025/26 wurden bis Mitte Februar 2026 921 Stück Rotwild untersucht, 52 davon waren positiv. Die Prävalenz lag im Bezirk Bludenz bei 8,2 Prozent und im Bezirk Bregenz bei 2,7 Prozent, rund halb so hoch wie im Jahr davor.9

Für 2025/26 kamen zu den Abschussplänen zusätzliche Abschussaufträge dazu, je nach Wildregion rund 13 bis 30 Prozent. In der Wildregion Bezau-Schönenbach waren Mitte Februar 483 von 495 geforderten Stück erlegt.9

Bei den Rindern wurden bis dahin rund 12.500 Tiere in etwa 1.100 Betrieben getestet. Sechs Betriebe waren noch gesperrt, das Land sprach von einer vorsichtigen Entwarnung.9

Was das für dich als Jungjäger bedeutet

Für die Jagdprüfung musst du keine Abschusszahlen auswendig lernen. Den Rahmen solltest du aber kennen.

Jagdjahr, Abschussplan, Mindestabschuss, Abschussliste, Fallwild und Hegeschau gehören in Vorarlberg zum Prüfungsstoff im Jagdrecht. Auch die Rotwild-Tbc ist ein Thema bei den Wildkrankheiten.

Vom Abschuss zur Statistik

So kommt ein erlegtes Stück Schalenwild in die Jagdstatistik:

  1. ErlegenDu erlegst ein Stück im Rahmen des Abschussplans. Als Jagdgast meldest du es dem Jagdnutzungsberechtigten.
  2. EintragenDas Stück kommt sofort in die Abschussliste, Fallwild in anderer Farbe.5
  3. Melden und vorzeigenBinnen einer Woche geht die schriftliche Abschussmeldung an die Behörde. Bestimmtes Schalenwild zeigst du dem Kontrollorgan, das es dauerhaft kennzeichnet.4
  4. HegeschauDie Vorarlberger Jägerschaft veranstaltet jedes Jahr in jedem Bezirk eine Hegeschau, bei der Abschussmeldungen anhand von Trophäen überprüft werden.4
  5. Abschussliste abgebenNach Ende des Jagdjahres geht die Abschussliste bis 10. April an die Behörde. Daraus entsteht die Jagdstatistik.41

Kurs und Prüfung

Die Jungjägerkurse der Vorarlberger Jägerschaft beginnen Anfang Jänner. Die Prüfung findet Mitte Mai mündlich bei der Bezirkshauptmannschaft statt, vorher legst du eine Schießprüfung ab.10

Wie die amtlichen Fragen aussehen, siehst du in unserer Übersicht aller Prüfungsfragen. Im Trainer übst du sie mit Lösungen.

In der Probeprüfung spielst du den Ernstfall durch.

Häufige Fragen

Was ist die Jagdstatistik?

Die Jagdstatistik zeigt, wie viel Wild in einem Jagdjahr erlegt wurde. Fallwild wird in Österreich getrennt ausgewiesen. Grundlage sind die Abschusslisten der Jagdgebiete.42

Wann beginnt das Jagdjahr in Vorarlberg?

Am 1. April. Es endet am 31. März des folgenden Jahres. Die Statistik 2025/26 umfasst also April 2025 bis März 2026.4

Wie viele Hirsche werden in Vorarlberg pro Jahr erlegt?

Im Jagdjahr 2025/26 wurden 3.622 Stück Rotwild erlegt, davon 977 Hirsche, 1.453 Tiere und 1.192 Kälber. Das ist der höchste Wert seit 1995.1

Wie viele Rehe werden in Vorarlberg erlegt?

2025/26 waren es 5.462 Rehe, dazu kamen 176 Rehe als Fallwild. Der Höchstwert lag 2010/11 bei 5.920 Rehen.1

Gibt es in Vorarlberg Wildschweine?

In der Jagdstatistik 2025/26 steht beim Schwarzwild eine Null. In ganz Österreich wurden dagegen 43.940 Wildschweine erlegt.12

Wo finde ich die Jagdstatistik Vorarlberg?

Das Land Vorarlberg stellt sie als Excel-Datei mit Zeitreihen seit 1995 online. Die Statistik Austria veröffentlicht zusätzlich die Jagdstatistik für ganz Österreich mit allen Bundesländern.12

Quellen

Die Zahlen stammen aus der Jagdstatistik des Landes Vorarlberg, der Jagdstatistik der Statistik Austria, dem Vorarlberger Jagdgesetz, der Jagdverordnung und Berichten der Vorarlberger Jägerschaft.

Die Angaben zum Jagdrecht beziehen sich auf die Fassung vom 13. Juli 2022. Spätere Novellen, etwa zum Wolf, haben wir nicht im Detail ausgewertet. Die Tbc-Zahlen sind ein Zwischenstand vom Februar 2026, ein Gesamtergebnis für das Jagdjahr haben wir nicht gefunden.

  1. Land Vorarlberg: Jagdstatistik 2025/26 (Excel, mit Zeitreihen ab 1995) (vorarlberg.at)
  2. Statistik Austria: Jagdstatistik Jagdjahr 2025/26 (statistik.at)
  3. Land Vorarlberg: Jagdgebiete (vorarlberg.at)
  4. Vorarlberger Jagdgesetz, Fassung vom 13.07.2022 (vorarlberg.at)
  5. Vorarlberger Jagdverordnung, Fassung vom 13.07.2022 (vorarlberg.at)
  6. Vorarlberger Jägerschaft: Gamsblindheit (vjagd.at)
  7. Vorarlberger Jägerschaft: Vorarlberger Jagd, Ausgabe 2/2025 (vjagd.at)
  8. Land Vorarlberg: Rotwild-Tbc-Verordnung, Fassung vom 13.07.2022 (vorarlberg.at)
  9. VOL.AT: TBC, 12.500 Tests, Land gibt vorsichtige Entwarnung (13.02.2026) (vol.at)
  10. Vorarlberger Jägerschaft: Jungjägerinnen und Jungjäger (vjagd.at)